Coudy

Hunde gehören schon immer zur Reiterei. Gerade Hütehunde sind bei den Westernreitern sehr beliebt. Der Australian Shepherd ist ein Hund mittlerer Größe. Sein Haarkleid ist glatt bis leicht gewellt, von mittlerer Länge dessen Färbung von Hund zu Hund variiert und ihn so zu einem einmaligen Vertreter seiner Rasse macht. Aussies sind intelligent und in erster Linie Arbeitshunde mit ausgeprägten Hüte- und Beschützerinstinkten.


Eine große Leidenschaft zeichnet sie aus: die Teamarbeit mit dem Menschen. Sie sind Denker und lieben es, wenn man ihnen Aufgaben stellt. Aber SIE wollen bestimmen, wie sie die Arbeit ausführen. Das ist einer der Gründe, warum Westernreiter diese Rasse so lieben.

Leja

 

Wenn sie ausreiten, müssen sie sich keine Sorgen machen was ihr vierbeiniger Kamerad gerade macht, weil ein gut ausgebildeter Aussie die Seite seines Herrn nie verlässt und instinktiv weiß, was der Reiter als nächstes vor hat. Seine Gehorsamkeit und der niedrige Jagdtrieb machen ihn zum idealen  Reitbegleithund.

 

Bei Westernreitturnieren ist der Aussie in der bisweilen noch selten, aber immer öfter ausgetragenen Turnierprüfung: dem Horse & Dog Trail zu bewundern.


Im Horse & Dog Trail absolvieren die Pferd/Reiter-Kombination und der Hund gemeinsam einen Trail-Parcours, bei dem auch spezielle Aufgaben für den Hund gestellt werden. Bewertet wird das Pferd im Sinne eines Trail-Pferdes, der Hund als gehorsamer Begleiter und das harmonische Zusammenwirken von Reiter, Pferd und Hund.

Aber der Aussie ist auch ein Hund für viele andere Fälle, ein absoluter Allrounder. Ob Hüten, Hundeschau, Unterordnung/Begleithund, Agility, Fly Ball, Frisbee, Dog Dancing, Rettungshund, Spürhund, Schutzhund, die Arbeit mit Behinderten, Blinden oder Gehörlosen (Therapiehund) oder einfach nur des Menschen bester Freund zu sein diese Rasse scheint alles zu können!

Leja und Steve

Wir haben uns für eine Australian Shepherd Hündin entschieden. Eine wohlüberlegte Entscheidung für die nächsten 15 Jahre. Unsere Leja nennt die Hochreith-Ranch ihr Zuhause. Da hat sie auf unserem rd. 11 Hektar großen Gut genug zu tun, ob um Haus und Hof auch alles in rechter Ordnung abläuft. Die Spannung steigt ins unermessliche, wenn man mit ihrem Halsband kommt, denn das heißt Action. Sind es die Joggingschuhe, die Reitstiefel, oder wird der Rucksack gepackt, unsere „muss überall mit“ kann es kaum erwarten loszulegen. Und trotzdem ist es für sie kein Problem, wenn man mit dem Einkaufskorb in der Hand die Haustür vor ihr schließt. Da wird dann das Haus bewacht und vor allem relaxt. Neben den Kindern gehören auch die Katzen zu den weiteren Spielkameraden unserer Leja.

Leja und Joe Leja im Schnee
- - - - Es gibt Tage, da wünscht ich – ich wär’ mein Hund - - - -
 

Sollten wir ihnen mit diesem Bericht Lust auf einen Australian Shepherd gemacht haben, möchten wir ihnen noch einige Überlegungen bzw. Tipps mitgeben:

1. Jeder Pferdebesitzer möchte, dass -wenn er nicht gerade im Sattel sitzt- sein Pferd so viel Zeit als möglich mit Artgenossen auf einer Koppel verbringen kann und nicht in der Box ausharren muss. Auch Hunde wollen nicht stundenlang zu Hause auf ihr Herrl/Frauerl warten müssen! Passen ihr Zeitmanagement, ihre Wohnung bzw. ihr Haus, ihre Umgebung und ihre Freizeitaktivitäten zum richtigen Umfeld eines Hundes? Nur wenn sie alle Punkte mit ja beantworten können, wird ihr Hund es ihnen mit seinen treuherzigen Augen und wedelnder Rute zeigen, dass er sich wohlfühlt und sie abgöttisch liebt.

2. Kennen sie einen Pferdebesitzer der sein Pferd beim Händler gekauft hat und dabei wirklich glücklich ist? Würden sie ihre Quarter-Stute von Nachbars Gaul decken lassen? Wir empfehlen: gehen sie zu einem aufrichtigen Züchter und suchen sie sich ihren neuen Wegbegleiter in aller Ruhe aus. Nur aus einer gezielten Paarung von wirklich geeigneten Tieren kommen gesunde, leistungsfähige Welpen zur Welt. Legen sie ein Augenmerk auf die Haltung aller Hunde im Zuchtbetrieb. Ein seriöser Züchter drängt nie zu einem unüberlegten Kauf. Er legt sehr viel Wert darauf, dass er mit gutem Gewissen „sein“ Baby an liebe Adoptiveltern abgeben kann.
 

3. Qualität hat seinen Preis. Im Gegensatz zur Pferdezucht hat der Hundezüchter weit mehr Voraussetzungen zu erfüllen, um die Zuchtzulassung für die Elterntiere und somit die Papiere für seine Welpen zu bekommen. Abgesehen vom rassetypischen Aussehen und dem Körperbau (der die Grundlage für die Arbeitsfähigkeit darstellt), welche durch zwei positive Bewertungen von dafür ausgebildeten Richtern nachgewiesen werden müssen, sind auch gesundheitliche Untersuchungen vorzulegen. Dazu gehört ein HD- und ED- Röntgen mit unauffälligem Befund, eine Augenuntersuchung frei von Krankheiten und „last but not least“ eine bestandene Arbeitsprüfung. Ein seriöser Züchter wird ihnen diese Ergebnisse und die Ahnentafel der Eltern ungefragt und mit Stolz vorlegen. Ein Welpe mit Papieren eines offiziellen Zuchtverbandes bekommt so eine solide Basis für ein gesundes, langes Leben, in dem er seine Arbeits- und Instinktfähigkeit beweisen kann, mit.
 

 

Leja auf der Ranch

 

Wer sich noch mehr über den Australian Shepherd informieren will, oder gar einen Welpen sucht, schaut am besten unter www.aussies.at.

Natürlich sind auch wir gerne bereit, unser Wissen und unsere Erfahrungen weiterzugeben.
Kontakt unter www.hochreith-ranch.at